Fahrzeugbezogener Betrieb
                                                  Letzte Aktualisierung 03. August 2013

Hallo Kolleginnen und Kollegen,

Nachweis aller Zeiten ... nicht unbekannt aber Aufwendig.
Entsprechende Sorgfalt, vor allem wer in das Ausland fährt
ist anzuraten - man spricht auch gern von "Minutengenau".

Wir unterscheiden ...

Fahrerbezogener Betrieb:
Sämtliche Zeitgruppen (Lenken, Lenkunterbrechungen, sonstige Arbeiten,
Bereitschaft und Ruhezeiten) werden vom Fahrer aktiviert,
Minutengenau geführt und nachgewiesen.
(Karte stecken, Scheibe einlegen, Eingabe-Nachtrag Digi oder Scheibe,
die Freibescheinigung beim Unternehmer abfordern.)
Die Daten verbleiben beim Fahrer. (mind. 28 Tage)

Fahrzeugbezogener Betrieb:
Die Aktivitäten im Fahrzeug werden über das Fahrzeug abgerufen.
(Massenspeicher Digi - in der Regel dauerhaft auf "Out of scope" gestellt)
(Scheibe wird nur einmal am Tag gewechselt - bei Fahrerwechsel verbleibt
Scheibe im Fahrzeug)
Für die Aktivitäten außerhalb des Fahrzeuges siehe unten.

Fahrzeugbezogener Betrieb für Linienbusse

Kontrollmittel und Nachweise für Linienbusse bis 50 Km Linienlänge

Linienbusse haben einen Fahrtenschreiber nach §57a STVZO oder einen
(freiwillige Verwendung) Digitacho.

Nach Artikel 3 der EU Verordnung 561/2006 sind Linienbusse
bis 50 Km Linienlänge ( zw. Ausgangs- und Endpunkz) von der VO
ausgenommen - stattdessen gilt die Fahrpersonalverordnung in Deutschland.
Hier ist aber § 1 der FPersv zu beachten. Dieser nimmt
bezug auf die Lenk- und Ruhezeiten der Verordnung (EG) Nr. 561/2006.
Fahrer von Linienbussen unterliegen also auch den Vorschriften
der Verordnung zu den Lenk- und Ruhezeiten (wenn auch in abgeschwächter Form) sind aber von der Aufzeichnungspflicht ausgenommen.

Wie erfolgt der Nachweis der Zeitgruppen?

Es gibt auch hier eine sog. Mitführpflicht für Unterlagen die zum
Nachweis von Lenkzeitunterbrechungen, Ruhezeiten, sonstiger Arbeiten
oder Bereitschaft dienen. Es handelt sich konkret um ...

- Fahrzeugpapiere
- Fahrerkarte wenn vorhanden (auch wenn nicht oder selten benutzt)
- Fahrpläne (z.B. Abfahrtszeiten Endstellen, Durchfahrtszeiten Haltestellen)
- Dienstplan (z.B. Dienstnummer, Beginn, Leer- oder Einsetzfahrten, Umläufe,
  Pause oder Wendezeiten, Ablösung oder Ende)
- persönlicher Arbeitszeitplan (z.B. Woche mit Frühdienst (Dienstnummer),
  Freie Tage, Woche mit Spätdienst (Dienstnummer) u.s.w.)

Das sind die Daten die beim Fahrer verbleiben und mitgeführt werden müssen.
Alle anderen Daten werden vom Fahrzeug gespeichert, verbleiben im Fahrzeug
und werden vom Unternehmer entsprechend der vorgegebenen Fristen
ausgelesen und gespeichert.

Der Unternehmer wird durch geeignete Maßnahmen oder Anweisungen auf
diese Mitführpflicht hinweisen.

Hier ein Beispiel




Was geschieht am Fahrzeug?

Digitacho
Dieser wird seitens des Unternehmers auf "out of scope" gestellt.
Der Fahrer hat hier keine Karte (auch wenn vorhanden)
zu stecken - auch Eingabe-Nachträge erfolgen nicht.

Fahrtenschreiber
Hier ist entsprechende Sorgfalt seitens der Fahrer von Nöten.
Bei Dienstbeginn (vor Antritt der Fahrt!) wird eine Scheibe eingelegt
mit folgenden Daten ...

- Namen der vorgesehenen Fahrer
  (mache ich mal ein ? - mir so nicht bekannt, bleibt eigentlich frei)
- Ort
- Datum
- Km Stand Anfang
- Kennzeichen Fahrzeug

(Es erfolgt kein Nachtrag auf der Rückseite der Scheibe - z.B. der Ruhezeit)

Bei Ablösung oder Fahrzeugwechsel verbleibt die Scheibe im Fahrzeug!

Nach Dienstende, also mit abstellen und verlassen des Fahrzeuges wird der
Endkilometerstand eingetragen und die Scheibe zur Archivierung beim
Unternehmer (entsprechend der vorgeschriebenen Fristen) abgegeben
b.z.w. durch den Betriebsdienst entfernt.

An dieser Stelle erfolgt auch ein Hinweis auf die Fahrpersonalverordnung

§ 23 Zuwiderhandlungen gegen die Verordnung (EWG) Nr. 3821/85


Die Aufzeichnung aller Fahreraktivitäten beziehen sich also "nur" auf
Zeiten ab Übernahme bis zum Abstellen des Fahrzeuges und werden
vom Fahrzeug aufgezeichnet.

Damit wird auch noch mal Klargestellt ...
An- und Abfahrten (Arbeitsweg) oder Übernahme des Fahrzeuges
(Weg von - zum Ablöseort) Pausen oder Fahrzeugwechsel können NICHT
Fahrerbezogen aufgezeichnet werden.
Ein Nachtragen dieser Zeiten und aller anderen Zeiten ist
nicht erforderlich - d.h. es besteht KEINE Aufzeichnungspflicht.

Alle anderen Zeiten sind anhand der mit zuführenden Unterlagen (s.o.)
bei Kontrollen nachzuweisen.
Eine Mitführpflicht für Schaublätter oder Ausdrucke besteht nicht.

Was ist bei einem Dienst- oder Fahrplanwechsel ... ?
Aus der Praxis ist mir bekannt - der Dienstplan von aktuellen Tag ist
mitzuführen. Dieser wird auch in der Regel vor Fahrtantritt empfangen.
Es gibt unterschiedliche Begriffe dafür ... Klatte, Wagenkarte u.s.w.
Nach Dienstende verbleibt der Dienstplan bei der Einsatzleitung.


       

 
Infos zu Lenk- und Ruhezeiten
 

NEU am 02.10.2016

Einführungstermin Kontrollgeräte

2. Generation


NEU am 25.07.2016

Neue VO (EU) 2016/403

Gültig ab 01.01.2017


NEU am 06.01.2016

Fahrerkarte auslesen

Aktualisiert


Neu 03. Okt 2016

Aktualisierte Fassung

manueller Nachtrag


NEU - am 02. März 2016

VO (EU) 165/2014

tritt vollständig

in Kraft

Grüße aus Berlin
 

Zeit müsste man haben ...
 
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